BORG Neulengbach

Bild Dr. Heilman im Borg N I

Mit großer Spannung erwarteten  die Schüler/innen der 7. Klassen und der 8A des BORG Neulengbach den Zeitzeugenvortrag am 14. Februar von Dr. Lucia Heilman, die trotz ihres hohen Alters gerne der Einladung des Geschichtslehrerteams gefolgt war.

Die Erzählungen der mittlerweile 89-jährigen Jüdin, die den Nationalsozialismus zusammen mit ihrer Mutter versteckt in einer Werkstätte  überlebt hatte, fesselten die Schüler/innen von der ersten Minute an. Ergänzend zu den Berichten der Zeitzeugin wurden Texte aus dem aktuell erschienen Buch von Erich Hackl „Am Seil“, das das Leben von Frau Dr. Heilman und ihres mutigen Retters Reinhold Duschka thematisiert, vorgetragen.

Frau Dr. Heilman berichtete von der Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung in Österreich nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland im März 1938 und der Hoffnung auf eine Fluchtmöglichkeit aufgrund der zunehmenden Verfolgung und Ermordung von Familienangehörigen und Freunden nach Kriegsbeginn 1939. Besonders intensiv schilderte die Zeitzeugin ihre Zeit im Werkststättenhof (1060 Wien), wo Reinhold Duschka sie von 1941-1944 (bis zur Bombardierung des Gebäudes) versteckt halten konnte.

Im Anschluss stellten die Schüler/innen viele Fragen hinsichtlich der alltäglichen Nöte im Versteck und der allgegenwärtigen Angst vor dem Entdecktwerden.  Zudem interessierten sich die Schüler/innen für die Erlebnisse und Erkenntnisse von Frau Dr. Heilman nach der Befreiung, ihre lang ersehnte Rückkehr in die Schule und in ein „normales“ Leben, aber auch ihre Betroffenheit über den im Nachkriegsösterreich nach wie vor herrschenden Antisemitismus.

Frau Dr. Heilman machte aufgrund ihres engagierten Vortrages ein herausforderndes Kapitel österreichischer Geschichte  zu einem Moment intensiver Reflexion und wurde zu Recht mit großem Applaus bedankt.

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Im Rahmen einer Projektarbeit der Uni Wien untersuchten die Schüler der 8c-Klasse vom Borg Neulengbach im Vienna Open Lab Lebensmittel auf gentechnisch veränderte Organismen. Dabei lernten sie die PolymeraseChainReaction und Gelelektrophorese als typische Methoden der Gentechnik kennen.

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